Tierversuche

„Man kann nicht nur auf Tierversuche verzichten, sondern man muss auf Tierversuche verzichten, um den medizinischen Fortschritt nicht aufzuhalten. Die heutige Auflehnung gegen Tierversuche hat keine tierschützerischen Ursachen mehr, wir müssen von einer wissenschaftlichen Auflehnung sprechen“ Prof. Dr. med. Pietro Croce (1920-2006), Facharzt für Mikrobiologie und Pathologie.

Auf der Grundlage offizieller Daten muss man allein in Deutschland von jährlich 4,5 Mio. Tieropfern ausgehen die in grausamen und sinnlogen Experimenten, zu „Forschungsmodellen“ degradiert zum Teil jahrelange Qualen erleiden müssen um anschließend getötet und wie Abfall entsorgt zu werden.

Es gibt kaum eine Tierart, die nicht im Tierversuch verwendet wird. Das gros machen Ratten und Mäuse aus (ca. 86%). Der Grund für die Verwendung von Nagetieren: sie sind handlich, zäh, billig und leicht in Massen zu züchten. Außerdem regt sich gegen die Versuche mit Mäusen und Ratten vergleichsweise wenig öffentlicher Widerstand, denn nicht jeder weiß, dass sie ebenso leidensfähig sind wie andere Tiere. Daneben werden in den Laboratorien Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Affen aber auch Vögel, vor allem Zebrafinken, Wachteln und Hühner, außerdem Goldhamster, Ziegen, Schafe, Schweine, Pferde und Rinder, fische und viele andere Tierarten „eingesetzt“. Sogar Fledermäuse, Murmeltiere und Salamander müssen mitunter für Experimente herhalten.
Tierversuche sollen dem Endverbrauche eine vermeintliche Sicherheit vorgaukeln. Doch gerade im Tierversuch liegt eine große Gefahr z.B. für den Einsatz von Medikamenten bei Menschen. Die Erkenntnisse aus den Tierversuchen sind nicht auf den Menschen übertragbar. Erinnert sei an den Contergan-Skandal: tausende von Babys wurden mit Missbildungen geboren, im Tierversuch waren diese nicht aufgetreten.

Das Schmerz- und Rheumamittel „Benoxaprofen“ wurde wegen Nierenversagens und anderer schwerer Nebenwirkungen vom Markt genommen, war aber in Versuche an Affen unbedenklich. 2001 wurde der Blutfettsenker „Lipobay“ zurückgezogen, weil es beim Menschen zu Todesfällen durch Muskelzerfall gekommen war. In den zuvor durchgeführten Tierversuchen erlitten Hunde vor allem andere Nebenwirkungen, nämlich Magenblutungen und schwere Veränderungen des Auges. Erst hohe Dosen riefen bei Hunden, Ratten, Mäusen und Schweinen leichten Muskelzerfall hervor.
Zum Wohle des Menschen?? Wohl kaum! Zum Wohle von Experimentatoren, Versuchstierzüchtern, der Pharmaindustrie, Käfigherstellern etc. : JA!

Der Lotteriecharakter von Tierversuchsaussagen ist durchaus bekannt und die Pharmaindustrie schlägt daraus Nutzen. Die Ergebnisse von Tierversuchen können nämlich so ausgelegt werden, wie man die gerade braucht. Sind die Ergebnisse im Sinne des Pharmaunternehmens, kann weiter geforscht werden. Zeigen sie beim Tier hingegen unerwünschte Wirkungen, wird die Übertragbarkeit auf den Menschen angezweifelt, und das Medikament geht ebenfalls in die nächste Phase. Hauptgrund hierfür sind die ungeheuren Kosten, die der Hersteller bereits in das neue Mittel investiert hat. Bis zu 1 Milliarde US Dollar verschlingt die Entwicklung eines einzigen Medikaments. – ob wir es wollen oder nicht –

Konnten im Tierversuch künstlich erzeugte Krebserkrankungen bei Mäusen geholt werden, bleiben diese Erfolge beim Menschen bis heute aus. Die Reihe kann beliebig fortgesetzt werden.
„Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen, muss festgestellt werden, dass das, was man das „Tiermodellsystem“ in der Krebsforschung nennt sich als totale Pleite herausgestellt hat. Es existiert kein Beweis, dass der Gebrauch von Tieren in der Krebsforschung zur Vorbeugung oder Genesung auch nur eines einzigen Menschen geführt hat.“
Dr. Irwin P.J. Bross, Direktor am Roswell Park Memorial Institut von Buffalo, New York, Jahrzehntelang Leiter des American National Cancer Institute, des Weltgrößten Krebsforschungsinstitution (1983)

Wir alle unterstützen diese Machenschaften durch unsere Steuergelder; wir werden nicht einmal danach gefragt. Der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG), die im großen Maße Tierversuche in Hochschulbereich finanziert, stand im Jahr 2013 ein Etat von knapp 2,7 Milliarde Euro aus der Staatskasse zur Verfügung. Demgegenüber mussten die durchschnittlich 4 Millionen Euro staatliche Unterstützung für die tierversuchsfreie Forschung wie ein Almosen an.

Durch die eindeutige Ausrichtung der tierexperimentell orientierten Medizin, die an den Ursachen der heutigen Krankheiten vorbeiforscht, muss unserer Sozialgemeinschaft Jahr für Jahr ungeheure Summen aufbringen.

Alternativen zu Tierversuchen stehen hinzureichend zur Verfügung; In-vitro-Methoden, Bakterien, Zellkulturen, Bioreaktoren, Computertechniken, bildgebende Verfahren, Obduktionen, Epidemiologischen Beobachtungen u.a.; preiswerter, sicherer für den Menschen, vor allem ohne unnötige Qualen und Grausamkeiten für Millionen von Tieren.

Ärzte gegen Tierversuche

Wurde 1979 gegründet und ist eine von den Interessen der Pharmaindustrie und der Universitäten unabhängiger Organisationen von Ärzten und ein Gesundheitsbereich tätigen Wissenschaftlern welche sich aus ethischen und medizinischen Gründen die Abschaffung der Tierversuche zum Ziel gesetzt hat und sich bundesweit, aber auch international für eine verstärkte Förderung der tierversuchsfreien Forschung einsetzt.


Informieren Sie sich, Sie sind nur einen „KLICK“ entfernt.



Informationsmaterial von „Ärzte gegen Tierversuche“ erhalten Sie kostenfrei in unserer Praxis.



Quelle:
Corina Gericke 3.Auflage Echo Verlag 2015 „Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten: Ein Blick hinter die Kulissen“

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